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Was gut ist, muss allen weitergegeben werden: Das ist der Ausgangspunkt. Frau Prof. Speidel haucht den unbekannten Stücken von Mendelssohns Schwester Fanny Hensel, Clara Schumann oder T. Kirschner aus dem 19. Jahrhundert neues Leben ein.

Ihr ganzes Interesse und ihre Energie widmet sie bei weitem nicht nur der Entdeckung unbekannter Werke; sie organisiert Konzerte für Kinder und ist Begründerin von "Piano Podium" - ein Netzwerk für Musiker. Das Entdecken neuer Maßstäbe und die Weitergabe an andere wird von der Neugier vorangetrieben.

Sie sind dafür bekannt, dass Sie Werke von Komponistinnen sowie viele unbekannte Stücke entdecken und spielen.

Ich habe bisher die Werke von Fanny Hensel und Clara Schumann aufgenommen. Auch Variationen vom Sohn Mozarts oder ein Stück zu vier Händen von Johann Beethoven, einem Bruder van Beethovens, habe ich in Konzerten gespielt.

Inzwischen ist es international bekannt, dass ich mich auf diesem Felde stark engagiere. Deswegen kommt es oft vor, dass sogar Privatpersonen, in deren Besitz sich Originale befinden, bei mir vorstellig werden.

Rundfunk oder CD-Labels fragen oft an, selten gespielte Stücke aufzunehmen, und das sind nicht nur Werke der romantischen Epoche, sondern auch aus dem Impressionismus und der Moderne.

Warum spielen Sie solche Stücke, die in der Musikgeschichte kaum bekannt wurden?

Weil die Musik so schön ist. Im 19. Jahrhundert waren die Frauen sehr stark an Küche, Kirche und Kindererziehung gebunden. Trotzdem gab es begabte Frauen, die ihr Talent entfalten konnten.

Felix Mendelssohn zum Beispiel schätzte die Begabung seiner Schwester Fanny Hensel sehr hoch und war anscheinend sogar eifersüchtig.

Unter den früh veröffentlichten Stücken von Felix sind einige eigentlich von Fanny Hensel komponiert worden. Natürlich konnte sie später auch unter ihrem eigenen Namen veröffentlichen.

Und wie kommen Sie zur Musik des Impressionismus und der Moderne?

Es gibt sehr viele zeitgenössische Komponisten, und es ist ganz normal, ihre Werke kennenzulernen. Man liest in Zeitungen oder Büchern und lernt die Komponisten auch mal persönlich kennen. Bei internationalen Wettbewerben lerne ich viele Stücke kennen, die ich noch nicht kannte. Wenn mir etwas gefällt, dann will ich es selbst spielen und auch an andere weiterempfehlen.

Ich finde es ganz wichtig von Ihnen, dass Sie nicht nur bekannten, sondern auch unbekannten Stücken zum Leben verhelfen. Außerdem ermöglichen Sie Kindern und Jugendlichen viele Auftrittsmöglichkeiten.

Ja, wir vergeben Stipendien an besonders begabte Kinder und suchen nach Auftrittsmöglichkeiten, so zum Beispiel in Kliniken oder bei anderen sozialen Einrichtungen. Durch die finanziellen Mittel, die ich dank meiner Aktivitäten auftreibe, kann ich jungen Musikern neue Chancen eröffnen.

Das ist eine der Betätigungsfelder das Piano-Podiums, nicht wahr? Wir können dies sicherlich mit Aufgaben von PTNA vergleichen. Bitte machen Sie so weiter!