Sontraud Speidel
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Pressestimmen


  • Pressestimmen aus aller Welt
    „Full Clarity of line helps flawless Speidel technique …With an artist of this
    „Full Clarity of line helps flawless Speidel technique …With an artist of this calibre every piece has authority.”
    The Evening Star, Washington D.C./USA

    „... Dazu etablierte sich Sontraud Speidel, als ein Clara Schumann-Wieck unserer Tage, mit Bravour und Innigkeit, mit virtuoser Geste und zarter Abtönung ...“
    Neue Zeitschrift für Musik

    „... Klavierabend, der selbst für verwöhnte Ohren ein musikalisches Ereignis bedeutete ... Eine so feinfühlige und allein dem Kunstwerk verpflichtete Künstlerin wird in Rom als nicht alltäglich empfunden.“
    L´Osservatore Romano, Roma/Italien

    „… Höhepunkt des Konzerts und unwiederholbarer musikalischer Genuss war die Interpretation des Klavierkonzerts Nr. 20 d-moll von Mozart durch Speidel. Nicht nur mit den Fingern, sondern auch mit ihrer Seele die Tasten berührend enthüllte sie die ganze Kraft dieses hervorragenden Konzertes. Die Interpretation der Pianistin erinnerte uns an die, die uns Clara Haskil als Erbe hinterlassen hat.“
    Athener Zeitung, Athen/Griechenland

    „... Gelassene, selbstverständliche Virtuosität, die sich in den Dienst am musikalischen Gehalt stellt. Interpreten, die Musik mit so humaner Haltung vermitteln, werden gebraucht ...“
    Der Tagesspiegel, Berlin

    „Winkler´s Concerto presented at Tanglewood…Sontraud Speidel was the strong, well prepared soloist …”
    Boston Evening Globe, Boston, Massachusetts/USA

    “Eminent kammerkonsert med Speidel … musik-opplevelse...“
    Lillehammer/Norwegen

    „... The German pianist received much acclaim ...at the Wigmore Hall. She achieved effortless accuracy throughout a long and testing programme, and the range and beauty of her tone brought complete integrity to the works she played …”
    London Times, London/England

    „Almost too good ... Speidel is one of those artists to whom the word incredible aptly can be applied…The listener was led to hear the passion in her playing … As her hands sailed up and down the keyboard, the notes rolling off like drops in a spray of water, one could only be amazed that such skill exists.”
    Chico News and Review, Chico/California/USA

    “… Die Künstlerin Speidel - eine der profiliertesten, die Deutschland derzeit aufweist...Mit großem stilistischem Einfühlungsvermögen und der ihr eigenen wie selbstverständlich anmutenden Virtuosität stellte Sontraud Speidel ihre technische Brillanz und Gestaltungskraft unter Beweis. Eine erstaunliche Künstlerin und Priesterin der Musik von hohen Gnaden! ...“
    Honnefer Volkszeitung, Bad Honnef

    “… She is a master of her craft. Her bravura technique was well matched by her sensitivity and gave the audience an experience to be remembered.”
    Paradise Post, Paradise/California/USA

    „Glänzendes Flügeldebut in der Stadthalle: Sontraud Speidel entfachte ein Feuerwerk...mit kaum zu überbietender Perfektion gespielt. Das Konzert war ein Kunstereignis par excellence, ein Erlebnis...Robert Schumanns „Grande Sonate f-moll“: Eine solche Interpretation des gewaltigen Werkes wird es so schnell nicht mehr geben ...“
    Bayerische Rundschau

    „Bezwingendes Spiel...Klaviersonate op. 1 von Johannes Brahms gänzlich unspektakulär und ohne jede aggressive Klavierlöwenattitüde. Und wie gut bekam diesem Brahms-Opus diese Gestaltung, wie viel gestaltende Wärme, wie viel hochkünstlerisches Werkverständnis floss da mit ein. Da führte ein Künstler nicht sich selbst vor, da diente ein Künstler einem Werk, ohne indes eine individuelle Ausformung zu vernachlässigen ...“
    Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg

    „... Beim Konzert im Schumannhaus blieb Sontraud Speidel bis zum Schluss so konzentriert und von bewundernswerter Kondition, wie im Finale Hummels umfangreicher Sonate fis-moll op. 81 deutlich wurde. Den Mittelteil breitete sie stimmungsvoll aus und in den Ecksätzen beeindruckte ihr Spiel mit wahrhaft rasanten Tempi ...“
    Bonner Rundschau, Bonn

    „Sontraud Speidel brought it off with a stunning performance that fully exposed the range and depth of Beethoven´s marvellous creation (Diabelli Variations). Not only was her playing technically faultless, it conveyed brilliantly the wealth of emotion in the work … Coming after this, the shorter pieces were like a light dessert after a sumptuous main course, Rachmaninoff at first happy and exuberant (“Love´s Joy”), then heavy, even melancholic in the sentimental way of waltzes (“Love´s Grief”). Again Speidel was faultless, both technically and emotionally.”
    Chico News, Chico/California/USA

    “Sontraud Speidel hat mit dieser bravourösen Aufnahme, die interpretatorisch und technisch vollstes Lob verdient, der Schwester Felix Mendelssohns, Fanny Hensel, ein wahres künstlerisches Denkmal erbaut.“
    Zeitschrift für Musikpädagogik

    “... In der Pianistin Sontraud Speidel haben sie eine ideale, einfühlsam-engagierte Interpretin gefunden.“
    Darmstädter Echo, Darmstadt (zur CD mit Werken von Fanny Hensel)

    „Sontraud Speidel is nimble and flowing and has distinct affinity for this repertoire.”
    American Record Guide/USA (zur CD mit Werken von Fanny Hensel)

    „... Die kraftvoll zupackende und zugleich sensibel gestaltende Sontraud Speidel...belegt sowohl die Brillanz und Souveränität des Komponisten wie ihre eigene.“
    Hannoversche Allgemeine Zeitung (zur CD mit Werken von Theodor Kirchner und Carl Reinecke)

    „Schumanns Geist kam aus den Händen...Pianistin mit Farbe, Charme und Esprit...Vollblutpianistin...Ihre große Stärke liegt in der Variationsbreite ihres fantastischen Anschlags in einer solchen technischen Perfektion, die in keinem Moment zum Selbstzweck ausartet ...“
    Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg

    »Une musicienne remarquable…une architecture impitoyable, une tenue supérieure, une clarté et une juste dose d´énergie qui lui permettent de composer un tableaus superbement coloré et captivant … Dans l´art de S.Speidel, fait ici tout d´élégance, d´intelligence, de maitrise, transparis l´intuition d´un à-propos continuel et d´une détente qui fascinent littéralement.«
    Bieler Tagblatt, Biel/Bienne, Schweiz

    »Sontraud Speidel au piano: Une rare virtuosité…Sontraud Speidel et une grande pianiste, et son programme ne péchait pas par la facilité… «
    Les dernières nouvelles, Haguenau/France

    „Musik-Mission in höchster künstlerischer Qualität. Sontraud Speidel in der Stadthalle: Kehl hatte ein pianistisches Ereignis...zeigte eine atemberaubende Perfektion in perlenden Läufen, gestochenen Terzen- und Unisonopassagen, zupackendem Akkordspiel, traumhaft sicherer Sprungtechnik und meisterhafter Nuancierung...eine weite Palette pianistischer Kunstfertigkeiten, wie man sie selten hört ...“
    Kehler Zeitung, Kehl

    „Ein Klavierabend, wie man ihn sich nicht schöner wünschen kann...Sontraud Speidel ist eine Meisterin des nuancierten Anschlags, der bis ins feinste durchdachten und durchfühlten Klangkultur. Ihre Phrasierungskunst und ihre sensibel pointierende Agogik legen Zeugnis ab von hoher Musikalität, starker gestalterischer Begabung und einem tiefen, poetischen Ernst. Ein ganz selbstverständlich wirkendes „handwerkliches“ Können und eine grundsolide Spieltechnik bildeten das Fundament jenes verinnerlichten Espressivo-Gestus, der den Abend mit Sontraud Speidel zum Erlebnis machte ...“
    General-Anzeiger Bonn

    „Piano recital of lyricism, fine control…a wonderful capacity for shaping the minutest gesture…She is a thinker and a poet …”
    Palo Alto Times, Palo Alto, California/USA

    “… ha trovato nella pianista Sontraud Speidel interpreta que ha entusiasmato il pubblico …”
    Il Giornale, Milano, Italia

    “… gestaltete Joseph Haydns Klavierkonzert D-Dur zu einem Fest der Klarheit, der Geläufigkeit, der Präzision, der perlend glänzenden Figuration ...“
    Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg

    ... beglaubigte Sontraud Speidel (bei den Schwetzinger Festspielen) als Solistin der Sinfonietta (von Martinu) auf eindrucksvolle weise mit der unbestechlichen Genauigkeit und Klarheit der Formulierungen, aber auch mit einer sauberen Grenzziehung zwischenlyrischer Intensität und einem Romantizismus, der Gefahr liefe, ins Konventionelle zurückzufallen: Eine unter jedem Gesichtspunkt souveräne Interpretation ...“
    Badische Neueste Nachrichten, Karlsruhe

    „Viele gute Pianisten haben sich bei diversen Konzerten in der letzten Zeit vorgestellt, und dann kommt Sontraud Speidel und macht sie alle vergessen....kurz gesagt, es war ein Ereignis. Die Zuhörer vergessen bei Sontraud Speidel vollkommen die Virtuosität, die vielfach preisgekrönte Pianistin benötigt keine Posen, mit der größten Selbstverständlichkeit spielt sie auswändig ihr Programm in einer Klarheit und Reinheit des Klavierspiels so wie es nur großen Künstlern gelingt, zu denen Sontraud Speidel zweifellos gehört.“
    Solinger Morgenpost, Solingen

    „... Im Mittelpunkt des Abends stand das Klavierkonzert Chopins. Mit atemberaubender Souveränität variierte Sontraud Speidel die Themen des Maestoso mit feinen Läufen von virtuoser Eleganz...Viele Bravo-Rufe belohnten die glänzende Pianistin.“
    Badische Neueste Nachrichten, Karlsruhe
  • Epochales Klavierspiel
    „Mit der in Karlsruhe beheimateten Sontraud Speidel kam eine der bedeutendsten Pianistinnen unserer Zeit in die Kirchengemeinde St. Stephan nach Hamburg - Wandsbek. Die Liste ihrer Lehrer ist nichts anderes als
    Mit der in Karlsruhe beheimateten Sontraud Speidel kam ... eine der bedeutendsten Pianistinnen unserer Zeit in die Kirchengemeinde St. Stephan nach Hamburg - Wandsbek. Die Liste ihrer Lehrer ist nichts anderes als ein Who Is Who der Geschichte der Klavierinterpretation...

    Sontraud Speidel, renommierte Professorin an der Hochschule für Musik in Karlsruhe, zudem eine weltweit geachtete Pädagogin in Meisterkursen und Wettbewerbsjurorin, ist eine ganz außergewöhnliche Pianistin. Für diesen Abend hatte sie drei Sonaten ausgewählt, die in sich ein schlüssiges Programm darstellten und von der Künstlerin mit klugen, inhaltsreichen Worten jeweils kurz eingeführt wurden.
    Am Anfang stand Ludwig van Beethovens E-Dur - Sonate op. 109, entstanden 1820, wenige Jahre vor Beethovens Tod, als dieser schon völlig ertaubt war...
    Sontraud Speidel gelingt von Beginn an einfach alles: das kantilenenartige, gesangliche Thema zu Beginn wird innig empfunden, der improvisatorische Charakter im weiteren Verlauf dann immer wieder durch die Motivik des Anfangsthemas ergänzt und fortgeführt. Reich im Ton, die tief empfundenen, tatsächlichen Intentionen Beethovens in den Mittelpunkt stellend, gibt Sontraud Speidel sich vollkommen dem Werk hin. Da ist nichts Äußeres, nichts Eitles, da gibt es keine Vordergründigkeit. Die vorherrschende Tonart dieses Satzes, E-Dur, bewirkt seinen leuchtenden, hellen Charakter. Alles Lichtreiche, die Details der Nachdenklichkeit und des Innehaltens, das Gesangliche an sich, sind das Zentrum der Interpretation Sontraud Speidels, die sich nie in Details verliert, jedoch jedes Detail und jede Nuance in das große Ganze einbindet, so dass die Vielgestaltigkeit ihres Klavierspiels wirklich vollkommen und die großen Bögen des Werkes verständlich werden. Die Einheit der Komposition erreicht Sontraud Speidel auch durch das unmittelbare Aufeinanderfolgenlassen der einzelnen Sätze. Dies wird besonders auch in dem attacca begonnenen zweiten Satz, Prestissimo, in e-Moll deutlich. Die Virtuosität und absolute Kontrolle ihrer formidablen, leichten Technik, über die Sontraud Speidel mühelos und im Übermaß verfügt, stellt sie nie in den Vordergrund, sie werden in ihrem Spiel stets dem großen musikalischen Ausdruck untergeordnet, der heutzutage selten zu hören ist. Der Variationssatz am Ende gelingt ihr ebenfalls meisterhaft: das Thema, ein beinahe elegisches, ruhiges Meditieren, trägt die Pianistin tatsächlich, wie Beethoven es verlangt, "gesangvoll, mit innigster Empfindung" vor, ohne in falsches Pathos abzugleiten. Die folgenden Variationen gestaltet Sontraud Speidel mit größter Intensität, mit herrlichem Legato, großen Bögen und leuchtenden, orchestralen Farben bis hin zu dem Fugato der fünften Variation, in der große Steigerungen hörbar werden. Besonderen Eindruck hinterlässt sie schließlich mit der letzten Variation, in der es bis in rasende Läufe hinein trotzdem niemals eine Unklarheit gibt, auch keine Übertreibung in der Wahl der Tempi. Das ist großer, idiomatisch interpretierter Beethoven.
    Auch Robert Schumann litt unter einer zunehmenden Hörstörung. Seine zweite Klaviersonate f-Moll (in heutiger Zählung als dritte Sonate bezeichnet), op. 14, entstand 1835/36 und war ursprünglich auf fünf Sätze angelegt. Schumann schreibt 1838 an seine geliebte Clara, diese Sonate sei "... ein einziger Herzensschrei nach Dir..." Sein Verleger wollte jedoch nur eine gekürzte Version veröffentlichen, und so entstand auch der Titel Concert sans Orchestre in einer dreisätzigen Form. Erst 1853 wurde die Sonate mit einem der beiden weggefallenen Sätze in der heute gültigen, viersätzigen Form veröffentlicht. Sontraud Speidel hat mit dieser äußerst selten aufgeführten Sonate eine hervorragende Wahl getroffen, auch dieses Werk liegt ihr vollkommen. Es ist leicht nachzuvollziehen, warum Sontraud Speidel in der von Robert Schumann 1834 gegründeten "Neuen Zeitschrift für Musik" unlängst als "Clara Schumann-Wieck unserer Tage" bezeichnet wird... Die Interpretation Sontraud Speidels zeigt in großer Leidenschaft und Leuchtkraft, mit klarem Ausdruck und Feingefühl der Nuancierung die sich widerstrebenden Gefühlsregungen Schumanns, deren Charaktere Florestan und Eusebius, entlehnt aus einem Roman des romantischen Dichters Jean Paul, deutlicher nicht gezeichnet werden können. Der wilde, kontrastreiche Beginn des ersten Satzes gelingt über alle Maßen beeindruckend, Sontraud Speidel lässt sich jedoch auch in den schnellsten Passagen, zum Beispiel dem Prestissimo possibile des vierten Satzes, niemals zu einer Übersteigerung des Affektes verleiten. Sogar in diesen fast nicht mehr spielbaren Passagen scheinen große innere Ruhe und stets wache Gelassenheit, gepaart mit Klarheit des Ansatzes und tiefer Sensibilität des Empfindens, das Spiel Sontraud Speidels zu inspirieren. Das ist wirklich kaum je so im Konzertsaal zu erleben...
    An das Ende ihres Programms stellte die Pianistin die Sonate h-Moll, op. 58, von Frédéric Chopin. Zu Beginn beleuchtete Sontraud Speidel in ihrer Einführung die Bedeutung Johann Sebastian Bachs für Chopin, der alle seine Schüler stets Bach üben und spielen ließ. Besonders in Chopins dritter und letzter Sonate, entstanden 1844, zeigt sich seine Verehrung für den großen Meister aus Eisenach. Im ersten Satz finden sich zahlreiche polyphone Gedanken, der Charakter des Werkes ist tatsächlich manchmal an eine vergangene Epoche angelehnt. Der zu Beginn etwas strenge Duktus wird bald schon durch lyrische Seitenthemen und aus der Tiefe heraus rollende Bässe weitergewoben, und Sontraud Speidel steigert sich in ihrer lyrischen Kraft und Konzentration nach den anspruchsvollen Sonaten des Abends bis ins Äußerste. Klangbild und Phrasierung, Gestaltung und ihre Vertiefung des Ausdrucks erreichen Höhepunkte, wie man sie vielleicht in vergangenen Epochen und heute nur noch von wenigen, ganz großen Interpreten zu hören vermag. Sontraud Speidels Klavierspiel ist auch hier vollkommen auf der Suche nach den letzten Gründen des Werkes, niemals ist ihr Ton gefällig, süßlich oder kitschig, und auch im abschließenden Presto ma non tanto lässt sie sich nicht, wie viele andere es heute bevorzugen, dazu hinreißen, die großen Ansprüche des Werkes zu eigener, eitler Selbstdarstellung zu missbrauchen. Stehende Ovationen und nicht enden wollender Applaus im Saal!...
    Die vollkommene Gelöstheit und bemerkenswerte innere Ruhe Sontraud Speidels, die wie mit dem Flügel verwachsen scheint, dennoch jederzeit in der Lage ist, unmittelbar zu attackieren und größte, orchestrale Klangfarben zu malen, ohne jemals hart zu werden, ist ein herausstehendes Merkmal dieser großen Künstlerin. Ihr Klavierspiel scheint einer künstlerischen Ära zu entstammen, der leider die meisten Pianistinnen und Pianisten der jüngeren Generation nicht mehr nachzuspüren vermögen oder es nicht wollen. Die charismatische Aura, die diese bescheidene, zutiefst menschliche und ernsthafte Künstlerin umgibt, übertrug sich derart auf ihr Klavierspiel, dass die Zuhörer unmittelbar in ihren Bann gezogen wurden. Größte Stille im Saal! Wenn man an die großen Pianistinnen der Vergangenheit (u. a. die Liszt-Schülerin Sophie Menter, Teresa Carreño, Clara Haskil, Myra Hess, Wanda Landowska, Maria Yudina und Grete Sultan) sowie die wenigen wirklich großen Interpretinnen der Gegenwart (u. a. Martha Argerich, Maria João Pires, Elisso Wirssaladze und Lilya Zilberstein) denkt, so fällt es leicht, Sontraud Speidel genau in diese Linie zu platzieren: sie ist eine wahrhaft große Pianistin, eine echte Künstlerin und Musikerin tiefster, echtester Art mit großartigem und epochalem Klavierspiel.
    © Moritz von Bredow

    Der Hamburger Kinderarzt und Autor Moritz von Bredow veröffentliche 2012 bei Schott Music die viel beachtete Biographie "Rebellische Pianistin" über die Berliner Pianistin Grete Sultan (1906-2005), die in letzter Minute der NS-Verfolgung entkam und in New York zur Muse des Komponisten John Cage wurde. Derzeit arbeitet der Autor an der Herausgabe der Familienchronik einer deutsch-jüdischen Familie aus Süddeutschland.
  • Die Kunst, einen Diamanten zu schleifen
    Die Pianistin und Pädagogin Sontraud Speidel wird mit dem Eugen-Werner-Velte-Preis ausgezeichnet
    Die Pianistin und Pädagogin Sontraud Speidel wird mit dem Eugen-Werner-Velte-Preis ausgezeichnet
    "Üben - das ist wie Zähneputzen". Diese nüchterne Musikerweisheit trichtert die Pianistin Sontraud Speidel, Klavierprofessorin an der Karlsruher Musikhochschule und Leiterin des Piano Podiums Karlsruhe, ihren Schülerinnen und Schülern im Unterricht ein - weil große Kunst und lebendiges Musizieren eben zunächst einmal mit Arbeit verbunden ist, die nicht unbedingt Spaß macht, sondern die schlicht und einfach notwendig ist. Das weiß auch der junge Rastatter Pianist und Dirigent Frank Düpree, der bereits seit 14 Jahren mit Sontraud Speidel zusammen arbeitet und dessen Liste an Auftritten und Auszeichnungen beachtlich lang ist. Um ein Stück auswendig zu lernen, hat man im Unterricht gewisse Hürden zu meistern: "Man setzt sich ans Klavier, spielt eine Bach-Fuge. Frau Speidel setzt sich auch ans Klavier - und spielt die Fuge zur gleichen Zeit einen Halbton höher. Das gibt schöne Dissonanzen." Virtuoses und vertracktes Figurenwerk muss man mindestens einmal blind gespielt haben ("da heißt es dann im wahrsten Sinn des Wortes: Augen zu und durch").

    Sontraud Speidel ist offensichtlich eine begnadete Pädagogin. Sie hat ein Gespür für pianistische Roh-Diamanten und versteht diese gekonnt zu schleifen: Beinahe im Wochentakt werden ihre jungen Nachwuchs-Talente mit Preisen ausgezeichnet; mit dem Mendelssohn-Preis, mit ersten Preisen beim Prof. Dichler Wettbewerb in Wien, beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" sowieso. Sie ist außerdem künstlerische Leiterin der Konzerte des Kulturfonds Baden und des Musikforums Hohenwettersbach - und fördert auch in diesem Rahmen junge Talente.
    Für dieses umfassende Engagement wurde Sontraud Speidel nun an der Musikhochschule Karlsruhe mit dem Eugen-Werner-Velte-Preis ausgezeichnet, den das Rektorat ins Leben gerufen und nun erstmals vergeben hat. Diese Auszeichnung soll künftig jenen Persönlichkeiten zugedacht werden, die "in künstlerischen, pädagogischen oder auch organisatorischen Belangen der Hochschule in besonderer Weise gedient haben - das nationale und internationale Ansehen mehrend." In seiner Laudatio hob Rektor Hartmut Höll Sontraud Speidels "entschiedene Gelassenheit" und ihre "innere Unabhängigkeit" hervor, außerdem ihr Einfühlungsvermögen und ihre Menschenkenntnis, welche große Leistungen erst ermögliche.
    Auch der Pianist und Komponist Eugen Werner Velte, ab 1971 Rektor der Karlsruher Musikhochschule, setzte sich unermüdlich für seine Studierenden und für die Hochschule ein, die es ohne sein Engagement nicht gäbe. Er handelte - wie Hartmut Höll anmerkte - "nach außen politisch klug und nach innen sensibel". In ihrer Dankesrede zeichnete Sontraud Speidel zudem ein lebendiges Bild ihres einstigen Lehrers: Während andere Dozenten hauptsächlich an Gesprächen untereinander interessiert und dabei manchem Tratsch nicht abgeneigt gewesen seien, habe Eugen Werner Velte hauptsächlich den Austausch mit den Studierenden gesucht; ein tiefer Respekt vor der Begabung seiner Schüler habe ihn dabei ausgezeichnet. Es ist zudem Sontraud Speidels großer Wunsch, dass seine Werke, die sich handschriftlich in der Bibliothek befinden, "endlich gedruckt werden".
    Auch für Sontraud Speidel bedeutet das Unterrichten eine "kluge Weitergabe des eigenen Wissens"; sie halte nichts von einer Unterrichtspraxis, die auf einer "künstlich aufgebauten Dauerspannung" beruhe. Obwohl der Markt für Musiker hart umkämpft sei, wolle sie "den Konkurrenzdruck in ihrer Klasse möglichst gering halten".
    Zwanzig derzeitige und ehemalige Schülerinnen und Schüler (einige arbeiten inzwischen selbst als Hochschul-Dozenten) dankten Sontraud Speidel mit einem umfassenden Programm und großartigen Leistungen. Nicht poliertes Virtuosentum, sondern künstlerische Individualität zeichne Sontraud Speidels Schüler aus, ließ Hartmut Höll zuvor die Zuhörer wissen. Die Gäste im voll besetzten Velte-Saal (darunter im Übrigen auch die Ururenkelin von Fanny Hensel) konnten sich daraufhin selbst davon überzeugen. Kein Vortrag glich dem anderen; nicht nur durch eine ungeheure stilistische Vielfalt und durch technisches Können, sondern vor allem auch durch eine persönliche Art des Vortrags fielen die Beiträge auf. Und als sich die Geehrte mit dreien ihrer Schüler zu einem flotten, launigen "Galop-Marche" (von Albert Lavignac) selbst ans Klavier setzt, da spürt man: Hier herrscht großer künstlerischer Teamgeist und offenbar blindes Verständnis.
  • Aus Klangwelt Schumanns
    Pianistin Sontraud Speidel brilliert
    Pianistin Sontraud Speidel brilliert
    Andere Pianisten setzen sich vor den Flügel und verharren in Konzentration, bevor ihre Finger die ersten Töne greifen. Anders Sontraud Speidel. Sie betritt die Bühne, verneigt sich kurz, rückt sich nicht zurecht, sondern beginnt sofort mit ihrem Spiel. Sie scheint dabei das Publikum zu vergessen, versenkt sich vielmehr in die Klangwelt und den Stil der Komposition. Sie interpretiert ungeheuer ausdrucksstark und nimmt die Zuhörer mit auf eine Klangreise [...] Diese Entrücktheit und diese besondere Interpretation behielt sie während des gesamten Konzertes bei und hob die jeweiligen individuellen Klangfarben der einzelnen Komponisten hervor.
  • Feine Klangentfaltung und virtuose Eleganz
    Konzert als bewegendes Finale der Deutsch-Polnischen Begegnungen in der Stadtkirche
    Konzert als bewegendes Finale der Deutsch-Polnischen Begegnungen in der Stadtkirche
    Beim Abschlusskonzert der Deutsch-Polnischen Begegnungen rankten sich um das Klavierkonzert von Chopin vier geistliche Werke polnischer Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts. Engagiert führte Christian-Markus Raiser den Bachchor Karlsruhe, die Camerata 2000 sowie die Solisten Simone Fessner (Sopran), Sibylle Kamphues (Alt), Andreas Reibenspies (Bariton) und Sontraud Speidel (Klavier) durch den Abend.

    [...] Im Mittelpunkt des Abends stand das Klavierkonzert Chopins. Mit atemberaubender Souveränität variierte Sontraud Speidel die Themen des Maestoso mit feinen Läufen von virtuoser Eleganz. Zart präsentierte die Solistin auch die reich verzierte Nocturne-Melodie des Larghetto mit seinem expressiven Mittelteil. Mit einem tänzerischen Allegro vivace endete das Konzert. Die darin verarbeitete polnische Mazurka profitierte besonders von der präzisen rhythmischen Gestaltung. Viele Bravo-Rufe belohnten die glänzende Pianistin.

    [...]
  • Klangschön und ausdruckstark
    Sontraud Speidel faszinierte im Museum Baden mit großartigem Klavierspiel
    Sontraud Speidel faszinierte im Museum Baden mit großartigem Klavierspiel
    Wenn man Sontraud Speidel im Konzert erlebt, scheint Klavierspielen das Einfachste und Selbstverständlichste von der Welt zu sein. Da gibt es kein Zurechtrücken des Hockers, keine Konzentrationsphase. Sie setzt sich hin und spielt, spielt mit einer Klarheit, einer Stärke des Ausdrucks, einer Fülle an Klangfarben, die begeistern.

    Für das Meisterkonzert der Werner-Trenkner-Gesellschaft hatte sie ein Programm mitgebracht, das ausschließlich aus Werken komponierender Frauen bestand. Davon gab es bereits im 19. Jahrhundert mehr, als man annehmen würde. Maria Szymanowska etwa, gefeierte Pianistin am Zarenhofe in Russland, schrieb eine Polonaise F-Dur und wurde durch ihre Beschäftigung mit der polnischen Volksmusik eine Vorläuferin Chopins. Sontraud Speidel stellte das reizvolle Stück an den Anfang ihrer Vorträge.

    Die Pianistin, die neben ihrer Solotätigkeit mit Evelinde Trenkner ein berühmtes Klavierduo bildet, ist auch als Lehrerin auf der ganzen Welt, in den USA wie in Japan, in Montreal wie in Tel Aviv gefragt. Informativ und sehr pointiert erläuterte sie die von ihr gespielten Stücke, spielte dazu Ausschnitte aus verwandten Klavierwerken und demonstrierte dabei ihr riesiges Reperoire.

    Der Schwerpunkt des Abends lag auf Werken von Clara Schumann und Fanny Hensel. Besonders faszinierten hier die "Quatre Pièces fugitives" von Clara Schumann und die Sonate g-Moll von Fanny Hensel. Gerade hier bewies Fanny Hensel, dass sie ebenso bedeutende Werke zu schreiben verstand wie ihr berühmter Bruder Felix Mendelssohn-Bartholdy. Auch ihr "Lied ohne Worte Nr. 4", dem ein italienischer Tanz zugrunde liegt, ist ein hinreißendes Stück, zumal, wenn es mit soviel Verve und Virtuosität gespielt wird wie von Sontraud Speidel. Schumanns "Träumerei" dankte für den nicht enden wollenden Beifall.
  • Dimensionen des Klavierspiels
    Viele gute Pianisten haben sich bei diversen Konzerten in der letzten Zeit vorgestellt, und dann
    Viele gute Pianisten haben sich bei diversen Konzerten in der letzten Zeit vorgestellt, und dann kommt Sontraud Speidel als Gast der Werner-Trenkner-Gesellschaft ins Museum Baden und macht sie alle vergessen. Vor 150 Jahren wäre es ihr trotz aller Virtuosität nicht leicht gefallen, eine große Karriere zu machen, denn musizierende und komponierende Frauen waren der Gesellschaft suspekt. Selbst eine Künstlerin wie Fanny Mendelssohn wurde von ihrem Vater auf ihre Aufgabe als Ehefrau und Mutter vorbereitet, erst durch ihre Heirat mit dem Hofmaler Wilhelm Hensel konnte sie sich musikalisch entfalten.

    Konsequent spielte Professor Sontraud Speidel Werke von Frauen, und da gibt es auch heute noch vieles zu entdecken. Auch Robert Schumann setzte voraus, dass seine Ehefrau Clara sich mit "ihrem Hauptberuf als Mutter" zufrieden geben würde, trotzdem sorgte er für die Drucklegung der wenigen Kompositionen der brillanten Pianistin. Was die zahlreichen Zuhörer im Meistermann-Saal erlebten, war viel mehr als ein Klavierabend, es war ein hoch interessanter Diskurs über das Klavierspiel, denn Sontraud Speidel stellte viele Kompositionen in kurzen Abrissen vor, sie verglich und deckte Gemeinsamkeiten auf, dazu erzählte sie einiges über die Komponistinnen und ihre Zeit, kurz gesagt, es war ein Ereignis. Die Zuhörer vergessen bei Sontraud Speidel vollkommen die Virtuosität, die vielfach preisgekrönte Pianistin benötigt keine Posen, mit der größten Selbstverständlichkeit spielt sie auswendig ihr Programm in einer Klarheit und Reinheit des Klavierspiels so wie es nur großen Künstlern gelingt, zu denen Sontraud Speidel zweifellos gehört. In die Reihe der großen Komponistinnen des 19. Jahrhunderts gehören auch die Polin Maria Szymanowski und Anna Weiss, die deutsche Mutter des großen Pianisten und Komponisten Ferrucio Busoni. Fanny Hensel hatte ihre glücklichste Zeit bei einem langen Aufenthalt in Italien. Wie stark die Symbiose mit ihrem berühmten Bruder Felix war, zeigt sich nach ihrem plötzlichen Tod im Alter von 42 Jahren, der Bruder stirbt ein halbes Jahr später. Am Ende wurde Sontraud Speidel zu Recht umjubelt, sie bedankte sich freigiebig mit zwei Zugaben.
  • Der letzte Feinschliff
    Städtische Musikschule / Viel Zuspruch bei Meisterkursen
    Schon vor einem Jahr war der Meisterkurs für Pianisten von Professor Sontraud Speidel, Karlsruhe ein großer Erfolg. Der zweite Kurs am zurückliegenden Wochenende übertraf ihn nochmals.

    Schon seit Jahren ist die Städtische Musikschule "Johann Melchior Dreyer" mit Erfolg bemüht, besonders fortgeschrittenen Schülern, aber auch professionellen Musikern, mit Meisterkursen ein höchstqualifiziertes Weiterbildungsangebot zu machen. Man erinnert sich an die Professoren Lukas David, Violine, Martin Ostertag, Cello, aber auch Sontraud Speidel.

    Zum ersten Mal war nun die Karlsruher Musikhochschullehrerin zu einem Meisterkurs in Ellwangen, der hiesige Klavierlehrer Ruben Meliksetian, der sich auch um Ostertag bemüht hatte, holte seinige einstige Professorin an die Jagst.

    Am vergangenen Samstag und Sonntag kümmerte sie sich intensiv um die aktiven Teilnehmer des Kurses, der in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Musikschulen Baden-Württembergs den sechs- bis 21jährigen Pianisten sowie acht passiven Teilnehmern zugute kam. In verschiedenen Fällen waren die Lehrer mit ihren Schülern nach Ellwangen an die Musikschule gekommen.

    Neben einem Ellwanger Schüler befasst sich die Professorin mit Klavieristen aus Berlin, Calw, Frankfurt/Main, Karlsruhe, Lahr, Pforzheim, Stuttgart, Ulm und Weil der Stadt sowie Pianisten aus Tschechien.

    Zwei Teilnehmer waren trotz des engen Zeitplans kurz zu Gesprächen bereit. So die 12jährige Charlotte, die sieben Jahre Klavierunterricht hatte und mit ihrer Lehrerin angereist kam. Sie betonte, dass Speidel "sehr genau arbeitet". Damit meinte die Schülerin sowohl die musikanalytische, die klaviertechnische aber auch die interpretatorische Arbeit am Musikstück.

    Auch Larissa Schüle, Lehrerin aus Calw, zeigte sich angetan. Sie hatte vier Schüler nach Ellwangen mitgebracht, die in Regionalwettbewerben von "Jugend musiziert" bereits Preisträger waren und teilweise zum kommenden Landeswettbewerb nach Aalen weiter geleitet wurden. Das Abschlusskonzert der Teilnehmer zeigte ein großes Spektrum an erarbeiteter Literatur von Johann Sebastian Bachs "Goldbergvariationen" über eine vierhändig gespielte Mozart-Sonate, einen Slawischen Tanz Antonin Dvoraks oder seltener gehörten Kompositionen, wie einen Marsch des Russen Valerij Aleksandrovic Gavrilin.
  • Schüler lernen viel beim Meisterkurs
    Sehr aufschlussreich sind die Anweisungen von Professorin Sontraud Speidel aus Karlsruhe
    Sehr aufschlussreich sind die Anweisungen von Professorin Sontraud Speidel aus Karlsruhe beim Meisterkurs für Klavier am Samstagmittag in der Musikschule ausgefallen. Ganz besonders für Magdalena Galka von der Hochschule für Musik aus Stuttgart. Gerade an der Arbeit von Chopins b-Moll-Sonate No. 2 gab es für Galka einiges zu verbessern. Seidel riet ihr, das Pedal des Klaviers länger zu halten, den Bogen im Musikstück zu beachten und in sich selbst hineinzuhören, um zu prüfen, wie das Gespielte auf sie selbst wirkt. Ruben Meliksetian, Klavierlehrer an der Ellwanger Musikschule, hatte diesen zweitägigen Meisterkurs für Musikschullehrkräfte, Studierende und fortgeschrittene Schüler-/innen organisiert
  • Träumerei am Nachmittag
    Klaviermusik - Sontraud Speidel spielt im Kaisersaal von Schloss Lichtenberg
    Klaviermusik - Sontraud Speidel spielt im Kaisersaal von Schloss Lichtenberg
    "Da wo die Worte aufhören, fängt die Musik an", schrieb der Romantiker E. T. A. Hoffmann. In den berühmten "Kinderszenen" op. 15 von Robert Schumann scheint das Dichterwort Programm geworden. In 13 Gedichten ohne Worte lässt der junge Komponist, der selbst gerne Dichter geworden wäre, das Unsagbare hörbar werden.

    Mit dem 1838 entstandenen Klavierzyklus eröffnet die Pianistin Sontraud Speidel am Sonntag ihren Klaviernachmittag auf Schloss Lichtenberg, der unter dem Motto "Robert Schumann und Familie" steht. Fast beiläufig schlägt sie die ersten Akkorde an; bewusst auf äußerliche Effekte verzichtend, scheint sie zuerst in die Musik hineinzulauschen. Immer tief in das Geheimnis der Stücke eindringend, gelingt es ihrer feinfühlig-prägnanten Interpretation, Schumanns aus der Erwachsenenperspektive erzählten Kindheitserinnerungen mit großer Eindringlichkeit zum Leben zu erwecken. Mit beseelter Zartheit das Anschlages und raffiniert eingesetzten Verzögerungen der Akkorde verleiht sie der weltbekannten "Träumerei" einen Zauber, als würde man sie zum ersten Mal hören.

    Die ungestüme Emphase der "Quatre pièces fugitives" op. 15 von Clara Schumann gestaltet die international mehrfach ausgezeichnete Pianistin mit virtuosem Furor und leidenschaftlichen Crescendi. Schmerzvolle Zerrissenheit spiegelt die bis in die tiefsten seelischen Abgründe ausgelotete "Kreisleriana" von Robert Schumann.

    Als klanggewaltigen Konzertabschluss spielt Sontraud Speidel Johannes Brahms' Sonate Nr. 1 in C-Dur, die romantisches Temperament mit klassischem Stilgefühl verbindet. Von symphonischer Strahlkraft bis zu schlichter Liedhaftigkeit kostet die mit stürmischem Applaus bedachte Pianistin die Klangpalette des Werkes eindrucksvoll aus.
  • Fernöstliche Klavierfreuden unter badischer Führung
    Die Karlsruher Professorin Sontraud Speidel leitete in Taiwan der Erste Internationale Klavierfestival
    Die Karlsruher Professorin Sontraud Speidel leitete in Taiwan der Erste Internationale Klavierfestival
    Dass der vorzügliche Ruf badischer Pianistik schon weit über die regionalen Landesgrenzen gedrungen ist, bewies das Erste Internationale Klavierfestival in Taiwan unter der Führung Karlsruher Pianistinnen und Pianisten. Das Gipfeltreffen der Tastenkunst wurde von Sontraud Speidel, Professorin an der Karlsruher Musikhochschule, als Direktorin geleitet. Ihr zur Seite standen den Klavierduos Noriko Ishikawa und Manfred Kratzer sowie Eriko Takezawa und Christoph Sischka, zwei Formationen, deren Klangkarriere ebenfalls an der Karlsruher Hochschule begann. Auch der polnische Professor Andrezej Jasinski, der Lehrer Kristian Zimmermanns, nahm an dem Festival teil.

    Das rund einwöchige Festival in Taiwan führte prominente Pianisten und Pädagogen des Landes mit den badischen Klaviergästen zusammen und bot ein Programm, das Meisterklassen, Diskussionen, Vorträge und Konzerte umfasste. Ein spektakuläres Konzert in der Nationalen Konzerthalle mit acht Flügeln, gespielt von bis zu 32 Händen, wurde von Taiwans Fernsehen übertragen. Das Festival fand reges Interesse und hatte einen so großen Erfolg, dass es in zwei Jahren unter derselben Führung fortgesetzt werden soll.

    Sontraud Speidel, die auch als Jurorin internationaler Wettbewerbe gefragt ist und zahllose überregionale Seminare leitet, war darüber hinaus zum zweiten Mal die Direktorin das Klavierfestivals "clavissimo" in Seoul, das ein ähnliches Programm bietet und dem indes ein Wettbewerb angegliedert ist. Dessen erster Preis umfasst eine Reise nach Wien und einen Kurs nach Wahl. Die Karlsruher Professorin hat inzwischen zwölf CDs mit zum Teil selten zu hörender Klaviermusik eingespielt und nimmt demnächst mit der Lübecker Pianistin Evelinde Trenkner Ouvertüren in vierhändiger Bearbeitung auf.
  • Mit subtilem Klangsinn begabt
    Sontraud Speidel im Endenicher Schumannhaus
    Sontraud Speidel im Endenicher Schumannhaus
    Ein Klavierabend, wie man ihn sich schöner nicht wünschen kann, war das jetzt nachgeholte, wegen Krankheit der Künstlerin ausgefallene Konzert im Endenicher Schumannhaus. Die junge deutsche Pianistin hat heute bereits nach ersten Preisen bei Internationalen Wettbewerben und großen Erfolgen auf Konzertpodien in aller Welt - Professuren an den Staatlichen Hochschulen für Musik in Trossingen und Karlsruhe inne.

    Sontraud Speidel ist eine Meisterin des nuancierten Anschlags, der bin ins feinste durchdachten und durchfühlten Klangkultur. Ihre Phrasierungskunst und ihre sensibel pointierende Agogik legen Zeugnis ab von hoher Musikalität, starker gestalterischer Begabung und einem tiefen, poetischen Ernst. Ein ganz selbstverständlich wirkendes, "handwerkliches" Können und eine grundsolide Spieltechnik bildeten das Fundament jenes verinnerlichten Espressivo-Gestus, der den Abend mit Sontraud Speidel zum Erlebnis macht.

    Die Künstlerin hatte sich für ihr Nachhol-Konzert ein großes Programm zusammengestellt, das mit Czernys "La Ricordanca" begann. Die Spielfiguren-Brillanz dieser Variationskette wurde mit bestechender Leichtfüßigkeit und Delikatesse absolviert und bot einen unbeschwerten Einstieg in die weitere Programmfolge. Deren Hauptgewicht lag naturgemäß auf Schumann, von dem man zunächst die Impromptus op. 5 hörte, die in einem lebhaft dahinjagenden Finale mit einer Fuge als Mittelpunkt gipfeln. - Die acht großartigen Kreisleriana-Fantasien op. 16 erklangen als das umfangreichste Werk Schumanns an diesem Abend, das in seinen sehr rasch wechselnden Seelenzuständen und Temperamentslagen besonders ergiebig war für die Ausdruckskraft und die tonklangdynamischen Künste der Interpretin. - Zwei posthum veröffentlichte, charakteristische Sätze aus op. 14 und op. 22 ergänzten die Beispiele aus Schumanns Schaffen.

    Als besonders schönes und reiches Feld für die sensitiven Ausdrucks- und Klangexegesen Sontraud Speidels erwiesen sich auch die Variationen op. 9 von Johannes Brahms. Kein Wunder, daß die langanhaltende Beifallsbegeisterung am Ende des Abends die Künstlerin nicht ohne Zugabe ließ.
  • „Kreisleriana“ war Ereignis des Abends
    Pianistin Sontraud Speidel im Schumannhaus
    Pianistin Sontraud Speidel im Schumannhaus
    BONN. Merkwürdigerweise macht der Musikfreund in Bonn seine Entdeckungen seit einigen Jahren seltener im "zentralen" Musentempel der Beethovenhalle als vielmehr in "Randbezirken" wie etwa Duisdorf oder jetzt erneut im Endenicher Schumannhaus, wo die Karlsruher Pianistin Sontraud Speidel ihr (offizielles) Bonnes Debüt gab, das - krankheitshalber verschoben - am Dienstagabend zu einem Erlebnis von pianistischer Meisterschaft wie musikalischem Einfühlungsvermögen in die deutsche Klavierromantik wurde.

    Die Künstlerin, die im November 1979 als Gast das Bundeskanzlers im Palais Schaumburg zum erstenmal auf Bonner Boden zu hören war, gilt in ihrer Heimat noch immer als "Geheimtip" für Kenner (in den USA und Rußland, wohin sie schon mehrere Konzertreisen unternommen hat, weiß man es bereits besser).

    Man mag ihr nicht anraten, sich ganz in die Hektik unseres Konzertbetriebes zu stürzen, scheint doch sowohl ihr Habitus wie auch ihr Musizieren gänzlich allem Äußerlichen abhold. Liebe zum (bis in feinste Klangschattierungen ausgefeilten) Detail verbindet sich bei ihr mit kluger Disposition der Großform, ruhiges Ausschwingen lyrischer Momente mit herzhaft zupackender Verve in dramatischen Passagen. Virtuoses wird da nie zum Selbstzweck, nicht einmal bei Czerny, dessen "Ricordanza"-Variationen den Abend liebenswert-verbindlich und ungemein klangschön eröffneten.

    Selten hat man den Bösendorfer-Flügel im Schumannhaus so differenziert und der heiklen Raumakustik angepaßt vernommen. Schumanns Impromptus op. 5 und Brahms' Variationen op. 9 machten dann deutlich, mit welch subtilem Gespür für Klang und Ausdruck Sontraud Speidel zu gestalten versteht. Ihre oft recht breiten Tempi waren dabei von großem Atem erfüllt: Man hörte gleichsam auch das, was "zwischen den Noten" steht.

    Unter solchen Auspizien wurden Schumanns "Kreisleriana" natürlich zum Ereignis des Abends, und in der Tat dürfte Sontraud Speidels Darstellung der von abrupt wechselnden Stimmungen durchzogenen Phantastik dieses Zyklus dem innersten Wesen der Musik geradezu bestürzend nahegekommen sein.

    Auch in den dramatischen Attacken der schnellen Teile behielt sie das Geschehen "im Griff" und gliederte durch geschicktes Rubato-Spiel die Musik nach Gestalten und Phrasen hier ebenso überzeugend wie in lyrischen oder kantablen Abschnitten. Daß solch überlegenes Musizieren ebensoviel mit Empfindungstiefe wie mit Intellekt zu tun haben muß, dürfte jedem aufmerksamen Zuhörer klargeworden sein.
  • Sontraud Speidel entfachte ein Feuerwerk
    Glänzendes Flügeldebüt in der Stadthalle
    Robert Schumanns "Grande Sonate" war der Höhepunkt eines denkwürdigen Konzerts
    Brillant war die Vorstellung des neuen Steinway-Flügels in der Stadthalle in zweifacher Hinsicht: Einmal wurden die Möglichkeiten eines Instruments deutlich, dessen Klangpracht schier atemberaubend ist, und zum anderen wurde der Flügel von der Karlsruher Musikprofessorin Sontraud Speidel mit kaum zu überbietender Perfektion gespielt. Das Konzert war ein Kunstereignis par excellence, ein Erlebnis für alle Zuhörer, deren Erwartungen sicherlich weit übertroffen wurden. Das wohl aus deswegen, weil sich mit Sontraud Speidel eine überaus temperamentvolle Pianistin vorstellte, die mit allen technischen Schwierigkeiten offensichtlich mühelos fertig wird, allerdings ohne vordergründigem Formalismus zu verfallen. Vielmehr verlieh sie diesem Konzert eine ganz subtile Note, geprägt aber auch vom Selbstbewußtsein einer Künstlerin, die keine Zugeständnisse an die bloße Virtuosität macht. Fraglos gereicht das wunderschöne Instrument Kulmbach zur Zierde.

    Die einleitende Klaviersonate 18 in Es-Dur aus opus 31 von Ludwig van Beethoven bedürfte ob ihrer Popularität eigentlich nicht weiter der Erwähnung, wäre sie von der Pianistin nicht auf so eigenwillige Art und Weise vorgetragen worden. Sie holte nämlich Beethoven herunter, machte den fälschlich als Titanen verschrienen Komponisten für die Zuhörer begreifbar. Gleichviel verschaffte die Künstlerin dem großangelegten Werk, das im Grunde die Ausmaße einer Sonate sprengt, jenen Ernst und jene Monumentalität, das ihm wohl auch der Autor zugedacht hat. Es blieb dabei nicht bei allerlei Arabesken, wie sie in dem reizenden Menuetto reichlich vorhanden sind, sondern es wurde auch Nachdenklichkeit, Bitterkeit manchmal, spürbar. Beethovens zerrissenenes Selbstverständnis, sein Widerstand gegen seine eigene Natur wurden durch die Pianistin bis hin zu einem sowohl verblüffenden als auch erschreckenden Porträt des Komponisten nachgezeichnet.

    Viel anders verhielt es sich bei der Wiedergabe von Franz Liszts Variationen über das Bach-Motiv "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen" sowie aus den musikalischen Reminiszenzen zum Kruzifixus aus der Hohen Messe in h-Moll nicht. Anders muß es allerdings gemacht werden mit der "Musique per Piano", eines Sonatine zu drei Sätzen von Maurice Ravel. Die Pianistin verstand es ausgezeichnet, die Empfindsamkeit des Autors nachzuzeichnen, seine Verbindung zu einer Kunst, die auch die Malerei mit einbezieht. Es erklang in der Tat eine Musik der "Blauen Gruppe", einer Künstlervereinigung, derengleichen es nie mehr gegeben hat.

    Robert Schumanns "Grande Sonate" in f-Moll, überschrieben mit "Concert sans Orchestre", stand dann für sich allein. Eine solche Interpretation des gewaltigen Werkes wird es so schnell nicht mehr geben. Daß sie in Kulmbach stattgefunden hat, gereicht der Stadt zum Ruhm.
  • „Da liegt alles von ihm drin“
    SZ-Gespräch mit Nachfahrin von Clara und Robert Schumann:
    Selten aufgeführte Werke / Eigene Konzerte nie zugetraut
    Sie hat keinen lahmen Finger. Etwas geerbt hat sie dennoch von ihren berühmten Ururgroßeltern Clara und Robert Schumann. Die Musik gehört auch zur Welt der Barbara Schumann.

    Die Nachfahrin des Komponisten-Ehepaares kam zum Konzert von Sontraud Speidel ins Sindelfinger Odeon. Die SZ sprach mit Barbara Schumann, die in Cuxhaven wohnt.

    SZ: "Wie ist es, wenn man so berühmte Ururgroßeltern hat?"

    Barbara Schumann: "Es ist sehr schön. Ich genieße es, daß die Leute zu mit immer freundlich sind und mir die Hand schütteln. Mit vielen Menschen bekomme ich dadurch in Kontakt, etwa mit dem Leiter des Schumannmuseums in Zwickau und vielen anderen. Ich reise auch sehr viel umher."

    SZ: "Sind Sie beteiligt an der Verwaltung des Schumann-Erbes?"

    Barbara Schumann: "Nein, ich besitze aber einige persönliche Gegenstände. Ein Brief von Robert Schumann beispielsweise, und im Schrank steht ein herrliches Silbergeschirr von Clara Schumann. Das bekam sie von der österreichischen Kaiserin bei einem Klaviervorspiel geschenkt. Ich benutze es nur bei ganz besonderen Gelegenheiten."

    SZ: "Geben Sie eigentlich auch selbst Konzerte?"

    Barbara Schumann: "Das habe ich mir nie zugetraut. Ich spiele dafür nicht gut genug Klavier. Als ich vor dem Konzert Sontraud Speidel etwas vorspielen wollte, bin ich mittendrin steckengeblieben - obwohl ich doch das Stück in- und auswendig kenne. Ich gebe aber Musikunterricht. Das war früher, als ich das regulär machte, ziemlich unbefriedigend. Sie wissen ja, wie das ist: Musikschule, da geht nicht jeder mit so viel Begeisterung hin. Heute gebe ich nur noch drei Schülern Klavier- beziehungsweise Flötenunterricht. Das läßt mir Zeit zu reisen und in ganz Deutschland Kontakte zu knüpfen und zu pflegen."

    SZ: "Und was führt Sie gerade nach Sindelfingen?"

    Barbara Schumann: "Sontraud Speidel, mit der ich gut befreundet bin, spielte heute seltene Stücke, die sonst kaum aufgeführt werden und die ich sehr gerne höre. Robert Schumanns 'Grande Sonate' habe ich jetzt erst das zweitemal gehört. Und gerade in diesem ausdrucksvollen Werk steckt sein ganzes Können, seine großartigsten Stücke spiegeln sich darin wider. Da liegt alles drin von Schumann."
  • Sontraud Speidel spielte Sonaten
    In Rheinbreitbach
    in Rheinbreitbach
    Längst ist Musikkennern bekannt, daß die im Rheinbreitbacher "Höttche" stattfindenden Konzerte von hohem Niveau zeugen. Stets ist Heinz Rechmann, Eigentümer der gemütlichen Weinstube, bemüht, ausgezeichnete Künstler in sein Haus zu holen. So auch Sontraud Speidel, die ihre Zuhörerschaft mit einem Klavier-Sonatenabend begeisterte. Die Karlsruher Professorin hatte für ihre Programmfolge die Sonate Nr. 32 in h-moll von Joseph Haydn, Ludwig van Beethovens Sonate "Der Sturm" und die Große Sonate "Concert sans Orchestre" von Robert Schumann ausgewählt.

    Faszinierend war die brillante Technik Sontraud Speidels, kontrast- und spannungsreich ihr musikalisches Gestaltungsvermögen. Perlende Leichtigkeit prägte die anspruchsvollen technischen Passagen der groß angelegten Werke. Das vielfarbig angelegte Klangbild barg neben ausdrucksvollster Entrückung dann die temperamentvolle Entladung.

    In der beschaulichen Atmosphäre vor dem kleinen Publikumskreis kam die von Sontraud Speidel vermittelte Spannung besonders gut zum Tragen. Die Pianistin ist Professorin für Klavier an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe. Sie konzertierte bereits mehrmals im Bonner Schumannhaus.
  • Die Gunst der Stunde
    Gesellschaft 1950: Vorweihnachtliches Konzert in der Synagoge Ichenhausen
    Gesellschaft 1950: Vorweihnachtliches Konzert in der Synagoge Ichenhausen
    Die Gesellschaft 1950 hatte zu einem vorweihnachtlichen Abend in die Synagoge zu Ichenhausen mit der Pianistin Frau Professor Sontraud Speidel eingeladen. Es erklangen Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Liszt und Robert Schumann.

    Schneeregen und glatte Straßen waren vergessen, als Ichenhausens restaurierte Barock-Synagoge, die 1938 wie alle Synagogen in Deutschland zerstört, aber durch Zusammenwirken vieler vor gut einem Jahr als Haus der Begegnung wiedereröffnet wurde, hell erleuchtet vor den Augen auftauchte. Welch ein Erlebnis, unter dem sechzehnstrahligen Stern zu stehen, der zusammen mit vielen kleinen Sternen und dem blauen Farbton der Decke an ein Himmelszelt erinnert. Annegret Bock hatte recht mit ihren einleitenden Worten: Der Engel hatte im jüdischen Bethlehem die Weihnacht verkündet. Was lag also näher, nach den schrecklichen Ereignissen von 50 Jahren gerade an dieser Stelle sich auf Weihnachten vorzubereiten, sich ehrlich zu erinnern, was Weihnachten ist. Jeder hatte Gelegenheit zum Nachdenken.

    Auge, Gefühl und Sentiment wurden angesprochen, lange bevor der erste Ton erklang, weit weg war adventlicher Kommerz und Kitsch.

    Feierlich und verinnerlicht begann Sontraud Speidel die "Aria variata alla maniera italiana" a-Moll BWV 989 von Johann Sebastian Bach. War es die Gunst der Stunde, Zufall oder einfach die überragende Interpretation der Karlsruher Künstlerin, daß vom ersten Ton, von den ersten Bögen an alles stimmte? Licht, Farben (die Interpretin, der Stern auf der Bühne, wie selbstverständlich Bestandteil des großen Raum-Gemäldes, welches das Publikum einhüllte), Architektur und Ornamentik harmonierten in einzigartiger Weise mit dem Klang. Die in vorangegangenen Konzerten mit Streicher-Ensembles als etwas problematisch angesehene Akustik war während aller Darbietungen des Klavierabends tadellos: Der Flügel-Deckel wies die Richtung, das Deckengewölbe reflektierte sowohl feinste Pianissimo-Akkorde als auch höchste Fortissimo-Steigerungen in schönem Zusammenklang ohne jegliches Ineinanderlaufen, ohne störenden Hall (anfängliche Rückkopplungen über das versehentlich nicht ausgeschaltete Mikrofon am Rednerpult waren schnell erkannt und abgestellt).

    Die Bach-Aria war wie geschaffen, offene Fragen zu beantworten, die in der gesprochenen Einleitung gestellt waren und die sich jeder in diesem Raum stellen mußte. Die klaren Phrasierungen gingen in die Tiefe, die weiten Linien waren gut durchdacht, alle Variationen standen in Beziehung zueinander. Ornamente des Raumes schienen nachgezeichnet, Details der bunten Glasfenster leuchteten auf und funkelten in der Musik.

    Eine andere Welt tat sich auf in den "Variationen über ein Motiv von Bach" von Franz Liszt. Wuchtig die Thematik, feingliedrig und differenziert die Variationen. Das "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen" rührte im Innersten an, aber war weit weg von Verzweiflung. Die Verlassenheit des Kruzifixus steigerte sich überdimensional, bis der immer wieder variierte Choral formal und inhaltlich die Antwort gab.

    In der "Großen Sonate f-Moll Op. 14" (Konzert ohne Orchester) von Robert Schumann kam die überragende Technik der Künstlerin voll zur Geltung: Absolute Treffsicherheit, unbestechlicher Rhythmus, gekonnte Verzierungen, präzise Koordination der Hände, auch technisch schwierigste Passagen einwandfrei! War da wirklich kein Orchester dabei? Das Allegro und das Scherzo lebte von der Rhythmik, während das Andantino in vielen Variationen der Lebensweg der Clara Wieck aus der Sicht ihres Mannes empfand: Eine sehr verinnerlichte Darstellung voll Liebe und Zuneigung. Sehr effektvoll, aber auch voll Ausstrahlung das Prestissimo possibile am Schluß des Werks.

    Für den lebhaften Applaus bedankte sich die Künstlerin mit dem "Lied ohne Worte" von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
  • Eine spannende Wiederentdeckung
    Schumann-Uraufführung in einer Matinee des Süddeutschen Rundfunks
    Schumann-Uraufführung in einer Matinee des Süddeutschen Rundfunks
    Die Uraufführung eines Werkes von Robert Schumann heute ist an sich schon eine spektakuläre Angelegenheit: so vieles gibt es noch zu entdecken an dem fremdesten und reinsten Meister der Romantik. Aber Joachim Draheim, bedeutender Schumannforscher und Autor dieser Matinee im Sendesaal des Süddeutschen Rundfunks (Studio Karlsruhe), ging noch einen Schritt weiter - er illuminierte die professionelle Freundschaft, wie einseitig sie auch immer gewesen sein mag, zwischen Schumann und Frédéric Chopin.

    Der Morgen, der wie ein Abend war - so reich an Thomas Mannscher "Fülle des Wohllauts", so (im besten Sinne) erschöpfend an kluger Kommentierung und Textauswahl - dieser Morgen war ein singuläres Ereignis nicht nur eben dieser Uraufführung, sondern auch der Bezugslinie wegen, denen er nachspürte. Da gab es zu Beginn Chopins Opus 2, kaum bekannt, Variationen über Mozarts Duett Là ci drem la mano aus dem Don Giovanni, die - wie Draheim ausführte - der zwanzigjährige Schumann seinem Lehrer und Übervater Wieck glühend nahezubringen suchte. Im Stil eines Funkfeatures umspielten die Kommentare Zeitdokumente, Äußerungen der Beteiligten, vom Schauspieler Markus Hofmann klar und unpathetisch gelesen. Dazu etablierte sich Sontraud Speidel, als eine Art Clara Schumann-Wieck unserer Tage, mit Bravour und Innigkeit, mit virtuoser Geste und zarter Abtönung. Schon wie in diesen Variationen das Thema sich findet und neuverwandelt - es wurde meisterlich dargestellt.

    Wie auch das knappe Charakterstück Chopin aus Schumanns Carnaval, eine - so Draheim - "verblüffend genaue Stilkopie". Und doch auch mehr. Das wurde evident in den beiden Widmungswerken, einmal der Kreisleriana, diesem Schumannschen Herzstück, das Chopin (und, qua Sujet, auch E. T. A. Hoffmann) zugeeignet ist, sowie Chopins "Revanche", der F-Dur-Ballade op. 38. Selten hörte man die Romantik so deutlich als jene Stilepoche, in der das künstlerische Individuum sich etablierte, emanzipierte, in der es aus dem höfisch-kollektiven Kontext heraustrat; es waren zwei einander innig verwandte Seelen zu vernehmen, die gleichwohl nicht unterschiedlicher hätten argumentieren können. Gerade dieses Trennende-im-Verbindenden wurde deutlich im analytischen Spiel Sontraud Speidels, das gleichwohl emotionaler Wärme nicht entbehrte.

    Und dann kam, nach dem Nocturne g-Moll op. 15 Nr. 3, die Uraufführung - Variationen zu eben diesem Nocturne, die bislang nur in unvollständiger wie auch unzulänglicher Form veröffentlicht waren und auch jetzt noch Fragment bleiben. Zwischen Berlin und Zwickau spürte Draheim mit detektivischer Akribie die Urschriften auf, ermittelte aufgrund der stilistischen Nähe zum Carnaval und zu den Symphonischen Etüden eine ungefähre Entstehungszeit zwischen 1834 und 1836 und ergänzte am Ende der Dritten Variation acht Takte, stilsicher und völlig legitim. Und spannend. Sollte es Veranstaltungen dieser Art im Studio Karlsruhe eines Tages nicht mehr geben: Es wäre ein beschämender Verlust.




  • Kurz entschlossen und gewonnen
    Sontraud Speidel sprang für den erkrankten Justus Frantz ein
    Sontraud Speidel sprang für den erkrankten Justus Frantz ein
    Für ihren sechsten Kammermusikabend hatte die Gesellschaft der Musik- und Kunstfreunde Heidelberg ursprünglich Justus Frantz verpflichtet, der aber am frühen Morgen wegen einer Sehnenscheiden-Entzündung absagen mußte. Für ihn sprang kurzfristig mit einem anspruchsvollen Schumann-Programm Sontraud Speidel ein. Sie ist Professorin in Karlsruhe, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und ihr pianistisches Können auch auf Schallplatten festgehalten. 1979 spielte sie im Palais Schaumburg und 1980 absolvierte sie ein umjubelte Konzerttournee durch die Sowjetunion.

    Die Alte Aula der Universität war restlos ausverkauft, alle waren auf Frantz gespannt gewesen. Trotz der Änderung gaben nur wenige ihre Karten zurück, aber enttäuschte, lange Gesichter über die Absage gab es genug. Gegen das ursprüngliche kurze Programm populärer Werke der Klavierliteratur standen nun drei selten zu hörende Werke von Robert Schumann. Wo bekommt man schon alle zwanzig Stücke der "Albumblätter", op. 124, zu hören? Schumann komponierte sie 1832 bis 1845 und vereinte musikalische Miniaturen unterschiedlichsten Charakters, die sicher nicht alle gleich wertvoll sind, mitunter sogar biedermeierlicher Salonmusik nahestehen. Aber durch eine Künstlerin vom Range Sontraud Speidels erhält jedes Stück seine Bedeutung. "Leides Ahnung" und "Leid ohne Ende" heben sich als tiefempfundene Szenen hervor, die auch ihrer schlichten Melodik wegen haften blieben. Zwei "Phantasiestücke" beanspruchten dagegen in wilden, hetzenden Gebärden die ganze Klaviatur, worauf zwei entzückende "Walzer" von echtem Schumannschen Typus sind. Ein Bild aus den "Kinderszenen" scheint das für die Tochter Marie komponierte "Schlummerlied" von 1841 zu sein, das sich größter Beliebtheit bei der klavierspielenden Jungend erfreut, und das Frau Speidel mit besonderer Innigkeit spielte. Ein rasanter "Canon" schloß die "Albumblätter" effektvoll ab. Jeder der zwanzig Miniaturen verstand Sontraud Speidel ihr eigenes Gepräge zu geben. Sie spielte die Stücke ohne effekthaschenden Beigeschmack, dafür aber umso souveräner im Ausdruck und mit der ganzen Wärme des weiblichen Gefühls.

    1835 entstand Schumanns dritte Klaviersonate f-moll, die ursprünglich fünfsätzig war und die Sontraud Speidel gleich nach der Pause vorstellte. Das seltsame Werk hatte zwei Scherzi, von denen Schumann in der Endfassung eines entfernte.

    Frau Speidel brachte es als zweites Stück vor der Pause zu Gehör. Die Pianistin wies durch ihre gewissenhafte Interpretation auf die Qualitäten dieses nahezu vergessenen Werkes hin, das besonders durch seinen lyrisch-romantischen Mittelteil gefiel. Im eigentlichen Prestoteil konnte Sontraud Speidel ihre technische Perfektion, die nie den Showeffekt benötigt, hervorkehren.

    Nach der Pause durfte man Schumanns merkwürdiges "Concert sans Orchestre" hören und feststellen, daß diese dritte Sonate in f-moll zu seinen besten Eingebungen zu rechnen ist. Franz Liszt schätzte dieses Opus 14 sehr, dennoch ist es bislang ganz selten aufgeführt worden. Sicher ist es in seiner musikalischen Diktion und in seiner Form ein überaus kühnes Werk, aber es ist auch, wie Sontraud Speidel deutlich machte, ein tief ergreifendes, dessen Klaviersatz ungemein virtuos und griffig ist. Den ersten Satz versah die Pianistin mit dem nötigen Pathos, und die stürmische Bewegung des musikalischen Geschehens nahm den Zuhörer unmittelbar gefangen. Novellettenartig nimmt sich der Stil des zweiten Satzes aus. Der dritte Satz ist "Quasi Variationi, Andantino da Clara Wieck" überschrieben und variiert faszinierend ein marschartiges Thema in sechzehn Takten, wobei vermerkt ist, daß Clara damals gerade sechzehn Jahre alt war. Schumann offenbart in den Veränderungen seine ganze Kunstfertigkeit und auch seine ernsthafte Leidenschaft, die die Grundlage für die vierte, tragische Variation bildet. Virtuos und kraftvoll führt das "Prestissimo possibile" das fesselnde Werk zum furiosen Ende.

    Die Pianisten blieb dem schwierigen Werk nichts schuldig und wurde mit heftigem Beifall und Blumen gefeiert, wofür sie sich mit einer Zugabe von Mendelssohn Bartholdy bedankte. Frau Speidel bot an diesem Abend mehr als nur einen Ersatz für den erkrankten Star, ihre zurückhaltende Art, die warmen Töne und die Kantabilität ihres Vortrages stellte sie stets in den Dienst des musikalischen Gehaltes und der vermittelten Musik. Der Dienst am Werk und nicht der Effekt ist ihr wichtig.
  • Bravourstücke aus dem Vormärz
    Romantische Klaviermusik mit Sontraud Speidel im Stephansaal
    Romantische Klaviermusik mit Sontraud Speidel im Stephansaal
    [...] Der enthusiastische Beifall bestätigte die feurige Kraft und den zupackenden Elan, mit denen Sontraud Speidel aus der Klaviermusik des Vormärz bezaubernde Kabinettstücke machte.

    [...] In Carl Maria von Webers Klaviersonate Nr. 1 C-Dur op. 24, deren Finale als "Perpetuum-mobile"-Sonatentorso durch die Konzertsäle geistert, ließ die Pianistin den Operndramatiker spüren und verblüffte mit ihrer Treffsicherheit in zahllosen schwierigen Passagen. Spätestens nach dem reißerisch hingeworfenen Schlußsatz hatte sie alle Zuhörer auf ihrer Seite.
  • Das Stuttgarter Kammerorchester in der Heidelberger Stadthalle
    Romantische Klaviermusik mit Sontraud Speidel im Stephansaal
    Baumeister Münchinger. Das Stuttgarter Kammerorchester in der Heidelberger Stadthalle
    [...] In idealem Stileinverständnis mit Karl Münchinger gestaltete die Karlsruher Pianistin Sontraud Speidel Joseph Haydns Klavierkonzert D-Dur zu einem Fest der Klarheit, der Geläufigkeit, der Präzision, der perlend glänzenden Figuration. Wer hier das Vergnügen an der Artistik gesucht hatte, der ist voll auf seine Kosten gekommen - besonders der Finalsatz, seit jeher ein von den Virtuosen als Herausforderung empfundenes (und daher nicht wie die übrige Klaviermusik Haydns zeitweilig in Vergessenheit geratenes) Stück, bewies die brillanten Qualitäten Sontraud Speidels. Das in "Kammerbesetzung" erschienene Publikum dankte ihr heftig und lang.
  • Von dem Dienst am Kunstwerk beseelt
    Sontraud Speidel begeisterte mit Wort und Werkgestaltung
    Sontraud Speidel begeisterte mit Wort und Werkgestaltung
    Die Künstlerin Speidel - eine der profiliertesten, die Deutschland derzeit aufweist [...] Dabei kam das Publikum in den Genuss einer schier erstaunlichen Breite der Interpretationskunst [...] Mit großem stilistischem Einfühlungsvermögen und der ihr eigenen wie selbstverständlichen Virtuosität stellte Sontraud Speidel [...] ihre technische Brillanz und einzig auf die Durchsichtigkeit des Werkes (Brahms Sonate op.1) konzentrierte Gestaltungskraft unter Beweis. Eine erstaunliche Künstlerin und Priesterin der Musik von hohen Gnaden!
  • Liebe und Leidenschaft
    Die Pianistin Sontraud Speidel setzt sich seit langem für das Schaffen von Komponistinnen ein. So enthielt ihr Programm, das si
    Die Pianistin Sontraud Speidel setzt sich seit langem für das Schaffen von Komponistinnen ein. So enthielt ihr Programm, das sie im Rahmen des Darmstädter Klaviersommers in der Centralstation präsentierte, Stücke von Autorinnen aus dem Umkreis der Romantik. Margareta Danzi war mit einem Variationenwerk vertreten, Clara Schumann mit vier kontrastreichen "Pièces fugitives", Fanny Hensel-Mendelssohn mit zwei Stücken und Ilse Fromm-Michaels mit dem Zyklus "Vier Puppen".

    Die Pianistin wies in kurzen Erläuterungen auf die schwierige Situation hin, in der sich Frauen früher befanden, wenn sie sich der "unpassenden" Leidenschaft des Komponierens hingaben. Mit ihrem poetisch-differenzierten Klavierspiel verdeutlichte Speidel, dass die Kompositionen sich hören lassen können, wobei im Fall von Fanny Hensel der virtuose Zugriff überraschte. Die pianistische Kleinkunst wurde ergänzt durch die feinsinnige Wiedergabe der "Kinderszenen" von Robert Schumann und zweier nachgelassener Stücke von Felix Mendelssohn Bartholdy.

    Nach der Pause folgte ein einziges Werk: die viersätzige f-Moll-Sonate op. 14 von Robert Schumann - auch "Concert sans orchestre" bezeichnet. Zuvor sprach die Pianistin davon, dass diese Musik von Liebe und Leidenschaft geprägt sei. Ihre engagierte Interpretation stellt die enorme Spannweite des Ausdrucks in den Mittelpunkt. Speidel schlug einen großen Bogen von der Schlichtheit des (von Clara stammenden) Andantino-Themas im Variationensatz bis zu den dramatischen Ausbrüchen in Kopf- und Finalsatz. Nach dem begeisterten Beifall spendierte Speidel zwei spritzige Zugaben: Schumanns "Phantasietanz" und Mendelssohns "Spinnerlied".
  • Interview
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    Was gut ist, muss allen weitergegeben werden: Das ist der Ausgangspunkt. Frau Prof. Speidel haucht den unbekannten Stücken von Mendelssohns Schwester Fanny Hensel, Clara Schumann oder T. Kirschner aus dem 19. Jahrhundert neues Leben ein.

    Ihr ganzes Interesse und ihre Energie widmet sie bei weitem nicht nur der Entdeckung unbekannter Werke; sie organisiert Konzerte für Kinder und ist Begründerin von "Piano Podium" - ein Netzwerk für Musiker. Das Entdecken neuer Maßstäbe und die Weitergabe an andere wird von der Neugier vorangetrieben.
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    Sie sind dafür bekannt, dass Sie Werke von Komponistinnen sowie viele unbekannte Stücke entdecken und spielen.
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    Ich habe bisher die Werke von Fanny Hensel und Clara Schumann aufgenommen. Auch Variationen vom Sohn Mozarts oder ein Stück zu vier Händen von Johann Beethoven, einem Bruder van Beethovens, habe ich in Konzerten gespielt.
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    Inzwischen ist es international bekannt, dass ich mich auf diesem Felde stark engagiere. Deswegen kommt es oft vor, dass sogar Privatpersonen, in deren Besitz sich Originale befinden, bei mir vorstellig werden.

    Rundfunk oder CD-Labels fragen oft an, selten gespielte Stücke aufzunehmen, und das sind nicht nur Werke der romantischen Epoche, sondern auch aus dem Impressionismus und der Moderne.
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    Warum spielen Sie solche Stücke, die in der Musikgeschichte kaum bekannt wurden?
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    Weil die Musik so schön ist. Im 19. Jahrhundert waren die Frauen sehr stark an Küche, Kirche und Kindererziehung gebunden. Trotzdem gab es begabte Frauen, die ihr Talent entfalten konnten.

    Felix Mendelssohn zum Beispiel schätzte die Begabung seiner Schwester Fanny Hensel sehr hoch und war anscheinend sogar eifersüchtig.
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    Unter den früh veröffentlichten Stücken von Felix sind einige eigentlich von Fanny Hensel komponiert worden. Natürlich konnte sie später auch unter ihrem eigenen Namen veröffentlichen.
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    Und wie kommen Sie zur Musik des Impressionismus und der Moderne?
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    Es gibt sehr viele zeitgenössische Komponisten, und es ist ganz normal, ihre Werke kennenzulernen. Man liest in Zeitungen oder Büchern und lernt die Komponisten auch mal persönlich kennen. Bei internationalen Wettbewerben lerne ich viele Stücke kennen, die ich noch nicht kannte. Wenn mir etwas gefällt, dann will ich es selbst spielen und auch an andere weiterempfehlen.
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    Ich finde es ganz wichtig von Ihnen, dass Sie nicht nur bekannten, sondern auch unbekannten Stücken zum Leben verhelfen. Außerdem ermöglichen Sie Kindern und Jugendlichen viele Auftrittsmöglichkeiten.
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    Ja, wir vergeben Stipendien an besonders begabte Kinder und suchen nach Auftrittsmöglichkeiten, so zum Beispiel in Kliniken oder bei anderen sozialen Einrichtungen. Durch die finanziellen Mittel, die ich dank meiner Aktivitäten auftreibe, kann ich jungen Musikern neue Chancen eröffnen.
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    Das ist eine der Betätigungsfelder das Piano-Podiums, nicht wahr? Wir können dies sicherlich mit Aufgaben von PTNA vergleichen. Bitte machen Sie so weiter!




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    Sontraud Speidel
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    Germany



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    Quellen:
    Muster-Datenschutzerklärung von anwalt.de
    https://www.e-recht24.de (Abschnitt über Google Web Fonts)